MPBetreibV § 4 Abs. 1: Wartung der Stahlseile an Röntgenstativen

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Entsprechend einer Empfehlung der Hersteller sind die Stahlseile in Röntgengeräten aus  Sicherheitsgründen nach Ablauf einiger Jahre zu ersetzen.

Stahlseile in allen

  • Rasterwandgeräten,
  • Deckenstativen,
  • Schwenkbügelsystemen und
  • Buckytisch-Röhrenstativen

sind Verschleißteile und stark abhängig von der Nutzung der Anlage.

Um die Produkthaftung beim Hersteller zu belassen und die Personal- und Patientensicherheit zu gewährleisten, bieten wir Ihnen die Wartung nach Herstellerangaben und den Austausch der Stahlseile zu einem zeitnahen Termin an. Ihr persönliches Angebot erstellen wir Ihnen gerne.

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Die MPBetreibV gilt für das Betreiben, Anwenden und Instandhalten von Medizinprodukten.

Der Betreiber darf nur Personen, Betriebe oder Einrichtungen mit der Instandhaltung (Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Aufbereitung) von Medizinprodukten beauftragen, die die Sachkenntnis, Voraussetzungen und die erforderlichen Mittel zur ordnungsgemäßen Ausführung dieser Aufgabe besitzen.

Digitales Schwenkbügelsystem: Kompakt, schnell und sicher

Seit Mitte 2012 arbeitet die Orthopädisch-unfallchirurgische Gemeinschaftsspraxis Düsseldorf mit dem neuen ATLASdigital-System. Das platzsparende Schwenkstativ bietet alle in der Praxis notwendigen Röntgenuntersuchungen am stehenden, sitzenden und liegenden Patienten. Mit der Anbindung der vorhandenen Praxissoftware an das neue PACS erweitern sich die diagnostischen Möglichkeiten. Dr. Kornelius Heck: „Winkel oder Abstände lassen sich zügig ausmessen und Befunde können wir nun sehr leicht unseren Patienten demonstrieren.“ Über die exzellente Bildqualität und die vielfältige Handhabung sind die Ärzte überrascht und sehr zufrieden. Dr. Gerrit Arlt: „Hätten wir geahnt, wie angenehm das Arbeiten mit diesem System ist, hätten wir uns schon viel früher dafür entschieden.“

Dres. Weidenbach, Arlt und Heck,
Düsseldorf

Bildqualität und Dosis in der Röntgendiagnostik – vor dreißig Jahren und heute –

Von
Prof. Dr. rer. nat. Klaus Ewen, Duisburg
Wenn man recherchiert, wie sich die Strahlenexpositon des Patienten in der Röntgendiagnostik von vor 30 Jahren im Vergleich zur heutigen Zeit verhält, dann darf man bezüglich der Dosisreduzierung natürlich keine “Zehnerpotenzen“ erwarten. Denn auch damals gab es schon eine verhältnismäßig gute Technik.

Was die Projektionsradiographie betrifft, so wurde vor 30 Jahren auch schon mit Film-Folien- Systemen gearbeitet. Die damalige Universalfolie entspricht der Empfindlichkeitsklasse des heutigen 400er-Systems. Die Dosisreduzierung mag etwa einen Faktor 2 betragen. Vielleicht kann der Faktor 3 herausspringen, wenn man die 800er-Systeme, die ja heutzutage immer bessere Bildqualitäten erzeugen, mit einrechnet.

In der Mammographie haben wir mehr erreicht. Damals begann man, mit Film-Folien-Systemen zu experimentieren, aber die Bildqualität war nicht sehr gut. Also wurden die Mammographien mit folienlosen Filmen hergestellt. Ein Faktor 7 bis 10 ist hier durchaus realistisch.

Das weite Feld der Durchleuchtungsuntersuchungen beeinflusst die Patientenexposition wegen der zum Teil langen Durchleuchtungszeiten ziemlich stark. Vor 30 Jahren gab es durchaus noch Leuchtschirmgeräte, obwohl die BV-TV-Systeme schon mächtig im Kommen waren. Für BV-TV-Ketten würde ich beim Vergleich damals zu heute nur einen Faktor 2 ansetzen, für Leuchtschirme aber einen Faktor 6, im Mittel sagen wir einen Faktor 4. Für Durchleuchtungsuntersuchungen gilt also: Die Dosis heute ist etwa ein Viertel derjenigen von vor 30 Jahren.

Fasst man alles zusammen, so hat sich die Patientenexposition im Vergleich vor 30 Jahren und jetzt in der Röntgendiagnostik etwa um einen Faktor 4 reduziert. Das gilt nur für die konventionelle Röntgentechnik. Digitale Techniken, wie CT, DSA und Ähnliches, sind nicht zu vergleichen, weil damals noch nicht existent oder erst am Anfang ihrer Entwicklung.

Die heute zur Verfügung stehende Bildqualität ermöglicht eine hohe diagnostische Aussagekraft: Trotz Reduzierung der Dosis hat sich im Laufe von 30 Jahren die Bildqualität eindeutig verbessert. Diese Tatsache ist allerdings zahlenmäßig wesentlich schwieriger zu belegen, weil hier viele Parameter eine Rolle spielen und teilweise in komplexer Weise zusammenwirken (Orts- auf Kontrastauflösung, DQE, SRV, etc.). Man kann daher das Verhältnis von Bildqualität und Dosis nur qualitativ beschreiben und die positive Entwicklung auf diesem Gebiet auch damit begründen, dass der öffentliche und politische Druck in der Bundesrepublik Deutschland zu verschärften rechtlichen Anforderungen im medizinischen Strahlenschutz geführt hat. Die Folge war die Entwicklung einer optimierten Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik.

Deren Wirkung ist nicht ausgeblieben: Nicht nur die Dosis hat sich reduziert, sondern auch die Bildqualität – also die diagnostische Aussagekraft – des Röntgenbildes ist in 30 Jahren deutlich verbessert worden.

Digitaler Schritt: Ein Erfahrungsbericht

(…) hiermit möchten wir uns nochmals für Ihre korrekte Beratung und Ausführung der Arbeiten zur Umstellung auf ein digitales Speicherfoliensystem bedanken. Die im Rahmen Ihrer Beratung angeführten Vorteile kommen, dank Ihrer guten Schulung und einfacher Bedienung des Systems, seit dem 1. Tag der Umstellung zum Tragen. Hier sind zu nennen: Die hervorragende Bildqualität der digitalen Aufnahmetechnik und die Möglichkeiten von z.B.  Winkelmessungen, Bildnachbearbeitung zur Verbesserung der Beurteilbarkeit mit höherer Diagnosesicherheit, was unseren Patienten zugute kommt. Insgesamt gesehen haben wir die vermeintlichen „Spielereien“ mittlerweile so lieb gewonnen, dass wir auf sie nicht mehr verzichten möchten und die Bearbeitung richtig Spaß macht. Wie erwartet ist die  Bearbeitungsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit mit dem digitalen Speicherfoliensystem gestiegen, so dass unsere Damen zeitlich weitestgehend den Bedürfnissen unserer Patienten und für andere Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Die leidigen Probleme mit der Entwicklungsmaschine, Fotochemie, Röntgenfilmen, Scribor, Filmtüten, Filmarchivierung und Filmsuche gehören endlich der Vergangenheit an. Der reibungslose Ablauf der Röntgenuntersuchung ist nunmehr für alle Beteiligten stressfrei. Im Nachhinein sind wir mit der Entscheidung zur Digitalisierung sehr zufrieden und sind froh diesen Schritt vollzogen zu haben.

Ch. Schuchardt, Dr. J. Kleyheeg,
Essen